Lavendel - seine Vielfalt genießen und erleben

Am Samstag, 09. Juli 2016, fand die Veranstaltung „Lavendel…seine Vielfalt genießen und erleben“ des Kneippvereins Dillingen im Garten der 2. Vorsitzenden, Claudia Steppich, statt. Über 30 Interessierte wollten vieles über den heilenden, kulinarisch verführerischen und dekorativen Lavendel, der Duftpflanze des Jahres 2016, erfahren.

Ein großes Anliegen war den beiden Referentinnen, Hedwig Raatz und Claudia Steppich, dass die Teilnehmer nicht nur ein umfassendes Wissen über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des farbenprächtigen, leuchtend blauen Lavendels bekommen, sondern dass auch die Lebensordnung, eine der Säulen von Kneipp, nicht zu kurz kommt und begannen mit wohltuenden Impulsen.

Die beiden berichteten abwechselnd, teilweise in einem Frage-Antwort-Spiel, humorig und unterhaltsam über die äußerst vielseitigen Heilwirkungen des Lavendels, der im Garten an vielen Stellen zu bestaunen war. So ist Lavendelöl ein Allround-Talent, einerseits äußerst beruhigend und entspannend, es hilft bei Schlafstörungen, Ängsten und Depressionen, indem zum Beispiel ein Lavendelbad genommen werden kann, andererseits wirkt es auch gleichzeitig harmonisierend, aufbauend und belebend auf unser vegetatives Nervensystem und bringt die Stimmung wieder ins Gleichgewicht. Die Referentinnen betonten aber auch die antibakteriellen, antiviralen und desinfizierenden Eigenschaften des ätherischen Lavendelöls bei Hautproblemen und Entzündungen, da es bei offenen Wunden, Verbrennungen und sogar bei Sonnenbrand wunderbar heilt. Sogar einen Schönheitsgeheimtipp verrieten die beiden Freundinnen, denn in der Kosmetik ist Lavendel ein wahres Schönheitselixier. Ein Lavendelgesichtsdampfbad bewirkt eine Tiefenreinigung der Haut.  

Die kulinarische Seite des Lavendels war durch Kostproben, die die Mutter von Frau Steppich, Hiltrud Krause, kreiert hatte, zu erleben. Sie hatte Lavendelkekse gebacken, die einen Hauch von Lavendelaroma versprühten. Immer wieder wiesen die Referentinnen darauf hin, dass Lavendel in der Küche äußerst sparsam dosiert werden sollte. „Weniger ist mehr.“ Auch die Lavendel-Kräuterbutter auf Weißbrot, die Frau Krause selbst hergestellt hatte, schmeckte den Besucherinnen sichtlich. Ein kalter, mit heimischem Honig gesüßter, und mit  Zitrone und Salbei aromatisierter Lavendeltee von Hedwig Raatz sorgte für Erfrischung.

Anregungen holen konnten sich die Gäste von zahlreichen Dekorationsideen, die von den Referentinnen auf Tischchen präsentiert wurden. Sie hatten Herzen, Kränze, dekorierte Vasen, Gläser und Schalen, Vorschläge für Karten und Tischdekorationen gebastelt.

Eine feine Joghurt-Blaubeercreme mit Lavendelnote hatte Frau Krause zum Abschluss für alle zum Probieren in kleine Gläschen gefüllt. Die Creme war mit von ihr selbst gemachtem Lavendelzucker gesüßt worden. Alle Gäste wurden mit selbst gebundenen Lavendelsträußchen oder Lavendelgrußkarten verabschiedet und waren der Meinung, dass dieser Vormittag Balsam für die Seele war. 

Geschmacksexplosion Salbei

Claudia Steppich (links) lud in ihren Garten in Hausen ein

Wo könnte ein Vortrag über den Salbei stimmungsvoller präsentiert werden als in einem Garten mit vielen Kräutern bei einer Tasse Salbeitee?

16 interessierte Personen waren zum Vortrag „Salbei - riechen, schmecken, genießen, anwenden“ gekommen, der am vergangenen Samstag im Garten von Claudia Steppich, der stellvertretenden Vorsitzenden des Kneippvereins Dillingen, stattfand. Salbei sei eine der ältesten Heilpflanzen der Menschheit und ist nicht nur eine wertvolle Heilpflanze speziell für Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden sowie übermäßiger Schweißbildung, sondern ist auch in der Küche auf Grund seines aromatischen Geschmacks nicht mehr weg zu denken. Der Salbei wurde sogar zur „Duftpflanze“ des Jahres 2015 gekürt.

Die Teilnehmer durften den Salbei fühlen, riechen, schmecken und genießen, indem unter anderem bei einem Teeritual eine frische Tasse Tee aufgebrüht wurde.

Die wichtigen Inhaltsstoffe des Salbeis, die ätherischen Öle, die Gerb- und Bitterstoffe, seien verantwortlich für die antiseptische Wirkung bei Bakterien, Viren und Pilzen. Aber auch desinfizierende, austrocknende, krampflösende, adstringierende und blutstillende Eigenschaften werden dem Heilkraut zugeschrieben.

Kulinarisch wurden vom Vorstandsmitglied Hedwig Raatz feine, in Butter knusprig gebratene Salbeiblätter angeboten. Verköstigt wurde ebenfalls eine von Frau Steppich als Brotaufstrich hergestellte Salbeibutter. Eine fruchtig-kühle Salbeilimonade tat  den interessierten Zuhörern in der heißen Morgensonne besonders gut. Die Mutter von Frau Steppich, Hiltrud Krause, ließ es sich nicht nehmen, eine leckere Schinken-Salbei-Tarte mitzubringen.

Pfarrer Sebastian Kneipp liebte den Salbei wegen seiner vielseitigen Heilwirkungen sehr. „Wer ein Gärtchen beim Hause hat, wird, wenn er es anlegt, den Salbeistock nicht vergessen!“ diesen Spruch von Sebastian Kneipp legte Frau Steppich zum Abschluss den Teilnehmern ans Herz und verabschiedete die Gäste mit selbst gemachtem Salbei-Eis und einigen Rezeptvorschlägen.